Broistedt jubelt trotz 2:3 Niederlage!

Broistedt jubelt trotz 2:3 Niederlage!
28 Nov 2016

Starke Broistedter unterliegen knapp Kriftel mit 2:3 in einem kuriosen Wettkampf!

Broistedt und Kriftel sind beides Schwergewichte in der Nordliga, bei denen es immer sehr eng und grundsätzlich sehr spannend zugeht. So auch in diesem Vergleich, bei dem aber auch die Rahmenbedingungen für beide Teams einiges zu bieten hatten.

rfeitzscheuberAn eins trat Patrick Scheuber gegen den schier übermächtigen Olympiasieger Christian Reitz an. Wer keine Chance hat versucht sie zu nutzen, meinte der Trainer und Patrick tat auch sein Bestes, aber der Olympiasieger startete gleich mit einer extrem starken 99er Serie und machte alle Hoffnungen auf eine Überraschung zunichte. Das war einfach Weltklasse, was dort auf Krifteler Seite durch Christian Reitz geboten wurde.  Mit 380 Ringen von Patrick war dieser heute nicht zu bezwingen. Punkt für Kriftel.

An Position 2 hatte Kriftel zum ersten Mal den Franzosen Boris Artaud am Stand, der Tagsjanseinzug zuvor mit sehr starken 386 Ringen überzeugend seinen Liga-Einstand gab. Ihm gegenüber stand unser Jan Brückner, der auch die 80er kann. Hier verlief der Wettkampf dann allerdings komplett anders herum. Gleich zu Beginn startete Jan mit einer souveränen 50er Passe und setzte gleich einmal ein richtiges Ausrufezeichen. Boris Artaud konnte an seine Leistung vom Vortag nicht anschließen und verlor schon bei diesen ersten 5 Schuss 5 Ringe auf Jan. Der ließ sich davon aber nicht abbringen und machte diesen Wettkampf zu seiner Show! Souverän schoss er weiter, während sein Gegner dann auch noch Pech hatte, seine Treffer wurden plötzlich nicht mehr angezeigt, was dann zu einem Standwechsel führte. Jan schoss indes, unbeeindruckt von allen weiteren Überraschungen, einen neuen persönlichen Rekord von 387 Ringen. Punkt für Broistedt.

ullesaengerAn Position 5 dagegen lief es dann wieder deutlich besser für Kriftel. Dominik Sänger startete stark mit einer 95er Serie und ließ unserem Florian Ullrich, der seinerseits gut startete,  dennoch keine Chance. Stabil schoss der Krifteler auf diesem Niveau schnell und flüssig weiter und setzte Ullrich somit immer mehr unter Zugzwang, dem er an diesem Tag leider nicht gewachsen war. „Heute war Dominik einfach der Stärkere und dazu kann man ihm nur gratulieren“ war das Fazit des Sportlers.

Entscheidend eng war es dann an den weiteren Positionen. An Position 4 kämpfte eine starke Antje Noeske gegen einen ebenso starken Aaron Sauter. Beide gaben sich im noeskesuaterWettkampfverlauf keine Blöße. In Serie 2 holte sich Antje einen 3 Ringe Vorsprung raus. Sauter hielt mit einer starken dritten Serie dagegen und die Führung wechselte vor den letzten Schüssen stets hin und her. Doch da riss sich Antje noch einmal zusammen und erkämpfte 5 perfekte Schüsse zum Abschluss des Wettkampfes. Eine 50er Passe, das setzte ihren Gegner extrem unter Zugzwang, der etwas langsamer schoss und dann doch nicht mehr mithalten konnte. „Ein extrem hartes Match und nun bin ich völlig platt!“ kommentierte die Siegerin. Punkt für Broistedt.

Die Entscheidung allerdings sollte an Position 3 fallen. Hans-Jörg Meyer stand dort, in seinem 100. Ligakampf, einem sehr starken Andreas Fix gegenüber. Am Vortag hatte Jörg noch mit Problemen beim Visieren zu kämpfen, joerganschlagwas durch eine Veränderung der Waffeneinstellungen behoben werden konnte. So startete der Wettkampf bei beiden Sportlern auf gleich hohem Niveau. Nach Serie zwei konnte Jörg sich einen 2 Ringe Vorsprung herausarbeiten und es lief flüssig und stabil für ihn. Die Umstellung klappte gut. Bis zu dem Moment, wo ein weiterer technischer Störeffekt auftrat. In der Halle fiel die Deckenbeleuchtung aus! Ein Problem, das alle hatten und einen erfahrenen Mann wie Meyer nicht stören darf, sofern er noch etwas sehen konnte! Alle Sportler hatten in der Folge kurzzeitig mit Schwierigkeiten zu kämpfen und mussten teilweise auch die Visierungen umstellen, da sich die Lichtverhältnisse nun deutlich änderten. Die Lampen waren nicht mehr zu beleuchten. Leider traf dies Meyer besonders, da nun das Problem des Visierens vom Vortag wieder deutlich auftrat. Das führte dann leider zu den einzigen aber entscheidenden 2 Achtern in diesem Wettkampf. Der Vorsprung war nun weg und ab sofort sprang die Führung immer hin und her, beide schossen weiter auf hohem Niveau und der Druck zum Ende des Wettkampfes stieg immer weiter an. Unter anderem auchfanblock wegen einer frenetisch feiernden Halle, die Fanblöcke sangen nun durchgängig und auch die anderen Zuschauer waren begeistert von diesem Match. Der Start in die letzte Serie gelang dem Krifteler besser und er holte sich einen 3 Ringe Vorsprung raus. Meyer indes schoss schneller und legte eine sehr starke Endpasse von 49 Ringen vor. Nun hieß es abwarten, was der Krifteler macht. Er schwankte und schoss die neuner, welche Jörg zu Beginn der Serie hatte. Aber im 39. Schuss kam die nötige 10 die er brauchte, um dann mit einer vermeintlich einfachen 9 den Wettkampf zu gewinnen. Aber den letzten Schuss zu absolvieren und zu wissen, dass man nur noch eine 9 braucht, um den Sieg für das Team in einem solchen „Match der Großen“ zu erringen, ist ein besonderes Unterfangen. Es gelang Andreas Fix und Kriftel jubelte wie beim Sieg des Titels! Verdient, wie sich alle einig waren. Ein Sieg in einem tollen krifteljubelund spannenden Match mit allen Finessen, die der Schießsport zu bieten hat.

„Das war wirklich ein toller Kampf und Werbung für unseren Sport. Heute haben uns die Krifteler besiegt, und wir haben es ihnen wahrlich nicht einfach gemacht. Mit 1898 Ringen haben wir eine Top-Mannschaftsleistung gebracht. Wenn wir dann besiegt werden, kann man dem Gegner nur zu einer tollen Leistung gratulieren, denn das war dann wirklich super. Das ist heute Kriftel gelungen und es war toll für alle, ein solch dramatisches meyergartulantMatch erleben zu dürfen. Es hat uns allen wieder gezeigt, wie spannend Schießen sein kann und die Fans wie auch alle Zuschauer in der Halle hatten sichtlich Ihren Spaß!“ war das Fazit von Trainer Bernhard zum Abschluss dieses Wochenendes.

Broistedt hat seine Ziele an diesem Wochenende erreicht: ein Sieg sollte her und das gelang deutlich. Nun gilt es, weitere wichtige Punkte auf dem Weg ins Finale zu sammeln. Es geht in zwei Wochen auf nach Wathlingen, wo wir dann auf eine weitere der Top-Mannschaften,  die Berliner Füchse, treffen werden. Da dürfen wir dann den nächsten extrem spannenden Wettkampf erwarten. Wathlingen liegt im Raum Celle und wir würden uns natürlich freuen, wieder viele Fans begrüßen zu dürfen, denn mit euch geht`s einfach besser!

Bis dahin

Das Team Broistedt

Bilder: Eckhard Frerichs

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Philip Bernhard

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